Kirchgemeinde Röschenz

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St.Anna



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Unantastbarkeit eines (autoritären) Amtes

von Irène Bento

Ich weiss aus Gesprächen, dass die überwiegende Mehrheit dieser Pfarrei und vor allem auch welche, denen eine zeitnahe und glaubwürdige Kirche am Herzen liegt, nicht nur grosse Sympathie empfinden für die "kämpferische Kirche von Röschenz", sie bangen mit diesen Brüdern und Schwestern, dass sie nicht einknicken, nicht kapitulieren angesichts einer "kirchenrechtschwingenden", mit Sanktionen drohenden kirchlichen Behörde, die nur Gehorsam, in Ehrfurcht-sich-fügen und Einordnen kennt, die (vor-)verurteilt, bestraft und niederzuwalzen versucht, was sich widersetzt. Aber wer Christus nachfolgt, muss öfters auch Gebote und Verbote übertreten! Überzeugung und Gewissen fordern hin und wieder sogar Widerstand!

Apg. 4, 32 - 35 z.B. zeigt es: Kirche spielt sich in der Gemeinde ab; der Vatikan oder Solothurn ist nicht die Kirche.

Ihr kämpft für viele, nicht nur für Röschenz, denn es geht um Grundsätzliches, wenn ihr euch wehrt, wenn ihr aufsteht für einen Pfarrer, der eine Sache austrägt für viele andere Priester, die nicht die Kraft und nicht die Solidarität ihrer Gemeinde haben, um für ihre Personenwürde, für ihre Menschenrechte (z.B. freie Wahl des Zivilstandes) zu kämpfen und für die Freiheit, das Evangelium (nicht Kirchenrecht, nicht römische Ideologie) zu verkünden.

Euch gebührt Anerkennung, weil ihr euch vor der "Obrigkeit" nicht gebeugt habt. Ich wünsche mir, dass immer mehr Pfarreien den Mut finden, für die Befreiung von un-demokratischen, völlig verkrusteten Strukturen zu kämpfen, für eine Reform der Kirche von unten einzustehen und die ihre Pfarrer unterstützen, wenn sie sich für die Geltung der Menschenrechte in der Kirche einsetzen.

"Kirche lebt dann, wenn sie sich aufs Leben bezieht, wenn sie einen Weg zum Leben weist(...).Kirche ist tot, wo sie sich auf Dogmen und Gesetze beruft, wo sie die Autorität eines Systems in Anspruch nehmen muss, um überzeugend zu sein." (Andrea Schwarz)



Irène Bento, Studium als Primar- und Sekundarlehrerin in Ingenbohl, 12 Jahr tätig an der Sek. in Triengen (LU), 28 Jahre an der Sek. in Hägglingen. Seit 1987 Mitglied der Kirchenpflege / seit 16 Jahren Präsidentin.







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